Aus aktuellem Anlass habe ich einige Texte zusammen- und zum download hier bereitgestellt.
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Als Startpunkt ist das Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz [1] vom 24. Januar 2007 zu nennen, wo in §44 (in Kraft ab 1.8.2008) für das Gymnasium eine Dauer von 8 Schuljahren festgelegt wurde/wird.
- Praktische und organisatorische Mängel und Unzulänglichkeiten in der konkreten Umsetzung von G8 und vor allem die damit verbundenen Mehrbelastungen der betroffenen Schüler und Schülerinnen führten schon im Verlaufe des ersten Schuljahres (2008/09) zu Unmutsäusserungen zunächst einzelner/vereinzelter Eltern, die sich bald zu gemeinsamen Aktionen und Initiativen zusammenfanden.
- In dem "Bericht zur Unterrichtssituation im Schuljahr 2008/09" der Landesregierung (drucksache-17-0014.pdf [2]) werden die üblichen statistischen Daten geliefert und fortgeschrieben (Schülerzahlen, Klassenzahlen, Klassenfrequenzen, erteilter Unterricht, Übergänge Grundschule - weiterführende Schulen etc.), und man findet dort eine Menge interessanter Details, Auf die besondere Situation der Umstellung G9 -> G8 wird in diesem Bericht aber an keiner Stelle eingegangen.
- In den Druckssachen und Umdrucken des Landtags wird eine "Entlastung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums" erstmals am 2.12.2009 in einem Entschliessungsantrag des Abg. Dr. Henning Höppner (SPD) und Fraktion von der Landesregierung gefordert (drucksache-17-0090.pdf [3]).
- 2 Wochen später fordert die Abg.Anke Spoorendonk (SSW) und Fraktion ebenfalls eine "Entlastung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums" (drucksache-17-0138.pdf [4]), hier verbunden allerdings mit der Forderung, den Wechsel nach G8 insgesamt rückgängig zu machen.
- Auf seiner Sitzung vom 16.01.2010 (und im Anschluß an eine Diskussion mit dem Bildungsminister) spricht sich der Landeselternbeirat Gymnasien mit deutlicher Mehrheit (12 ja / 2 nein / 2 Enth.) prinzipiell für die Beibehaltung von G8 - bei gleichzeitiger Forderung nach Veränderungen / Verbesserungen in der Umsetzung - aus. Das sog. Y-Modell (Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 für jedes einzelne Gymnasium) wurde mit 12:4 Stimmen abgelehnt. Diese Entscheidungen werden (zusammen mit einer Liste von möglichen Verbesserungen für G8) dem Bildungsausschuss des Landtags mit Schreiben vom 23.3.2010 mitgeteilt (umdruck-17-0657.pdf [5]).
- In einer "Stellungnahme des Landeselternbeirats Gesamt- und Gemeinschaftsschulen" vom 19.3.2010 (umdruck-17-0601.pdf [6]) spricht sich dieser zwar prinzipiell.für das G9-Modell aus, respektiert aber vor dem Hintergrund einer bundes- und europaweiten Harmonisierung die Entscheidung für G8 an den Gymnasien und macht konkrete Vorschläge zur Erleichterung der Situation für die Schüler und zur Verbesserung der Unterrichtssituation..Auch hier wird das Y-Modell - mit ausführlicher Begründung - abgelehnt.
- Unter dem Datum 24.3.2010 wendet sich eine "G9-Initiative Flensburg" in einem offenen Brief an den Bildungsausschuss des Landtages und an den Minister Dr.E.Klug und fordert eine "Entlastung der SchülerInnen im Rahmen von G8 - Wiedereinführung von G9" (umdruck-17-0632.pdf [7])
- Am 27.4.2010 legt der Bildugsminister im Kabinett eine Novelle zum Schulgesetz vor, in der u.a. eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 für die einzelnen Gymnasien gechaffen wird. Das Kabinett stimmt der Novelle zu. Zu den wichtigsten Änderungen gibt das Ministerium eine Pressemitteilung heraus (2504_SchulGesetz.pdf [8]). Auch die CDU-Fraktion versendet zu diesem Thema einen Sondernewsletter (Sondernewsletter_zum_Schulgesetz.pdf [9]).
- Am 27.4.2010 fand im Johanneum zu Lübeck eine Informationsveranstaltung für alle 'betroffenen' Eltern von Kindern aus den Sexten und Quinten statt - es war dies eine reine Informations- und Diskussionsveranstaltung auf der nicht über Empfehlungen, Resolutionen o.ä. abgestimmt wurde.
- Nach der jüngsten Sitzung (am 24.4.2010), auf der u.a. ein Beamter aus dem Ministerium über die geplanten Änderungen zu G8 berichtet hatte, informiert der Landeselternbeirat Gymnasien am 28.4.2010 noch einmal per Rund-e-mail über den Stand der Diskussion. Dieser mail beigefügt war ein Schreiben von Astrid Schulz-Evers (Elternvertreterin am Gymnasium Schloß Plön, Mitglied in der Elterninitiative G9-jetzt), das über die Schulleitungen an die Elternvertretungen von Gymnasien in S-H gerichtet war und in dem diese aufgefordert wurden, eigene (und ggf. vom Votum des LEB abweichende) Stellungnahmen zur G8/G9-Frage an den Landtag / Bildungsausschuss zu senden. ( LEB_Rundschreiben.pdf [10])
- In den Ausgaben vom 28.4. bis 30.4.2010 berichteten auch die Lübecker Nachrichten wiederholt über die Diskussionen / Auseinandersetzungen zu G8 / G9; allein am 28.4. gab es 3 Artikel auf S.1, 2 und 6 (LN_28042010_KielerPläne.jpg [11]; LN_28042010_Leitatikel.jpg [12]; LN_28042010_Umfrage.jpg [13]),
am 29.4 folgte ein Bericht über Differenzen zwischen den Kieler Regierungsfraktionen (LN_29042010_ABI_Streit.jpg [14])
und am 30.4. noch ein Leserbrief (LN_30042010_Leserbrief.jpg [15])
- Nachtrag 1: Anfang Mai hat der Kreiselternbeirat Pinneberg einige noch offene Fragen formuliert und den Mitgliedern des Bildungsausschusses sowie dem Landeselternbeirat übermittelt ( Fragen_KEB_Pinneberg.pdf [16])
... und hier noch einmal die Quellen zusammengefasst
[1]
Schleswig-Holsteinisches Schulgesetz
[2]
drucksache-17-0014.pdf
[3]
drucksache-17-0090.pdf
[4]
drucksache-17-0138.pdf
[5]
umdruck-17-0657.pdf
[6]
umdruck-17-0601.pdf
[7]
umdruck-17-0632.pdf
[8]
2504_SchulGesetz.pdf
[9]
Sondernewsletter_zum_Schulgesetz.pdf
[10]
LEB_Rundschreiben.pdf
[11]
LN_28042010_KielerPläne.jpg
[12]
LN_28042010_Leitatikel.jpg
[13]
LN_28042010_Umfrage.jpg
[14]
LN_20042010_ABI_Streit.jpg
[15]
LN_30042010_Leserbrief.jpg
[16]
Fragen_KEB_Pinneberg.pdf