Wie alles begann ...

Im Anfang des Schuljahres 2007/2007 tauchte bei mir nach 10 Jahren Vorsitz des Schulelternbeirates eine Frage auf: Wie so werden unserer Schule im Laufe der Jahre immer weniger Lehrkräftestellen zu gewiesen, obwohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler immer leicht zunimmt?
Dieser Widerspruch brachte mich dazu, die Zuweisungen von Lehrkräften an unsere Schule durch das Ministerium für Bildung in Schleswgih-Holstein seit 1995 zurück zu verfolgen. Diese Daten wurden mir jährlich durch unsere Schulleitung zur Verfügung gestellt ohne dass ich ihre Brisanz erkannt hätte.
Als ich mir die Entwicklung der Schüler und Lehrkräfte über 13 Jahre anschaute, wurde es klar. Die Schülerzahlen waren um 35% gestiegen, die Zahl der Lehrkräfte jedoch nur um 5%. Somit verschlechterte sich der Quotient ständig. Und das Wachstum der Schülerzahlen an unserer Schule lang unter dem Durchschnitt des Landes Schleswig-Holstein. Daraus ergab sich, dass der Quotient schneller fiel als unsere Schülerzahlen stiegen. Somit erklärte sich der Befund.
Dieses Ergebnis (siehe Anhang) wurde zunächst dem Schulelternbeirat unserer Schule vorgestellt. In der anschließenden Diskussion erinnerten wir uns einer Aktivität im Jahre 2000. Damals hatten wir einen Artikel in der lokalen Ausgabe der Lübecker Nachrichten angestoßen, in dem bereits über die unzureichende Ausstattung mir Lehrkräften berichtet wurde. Dieser Artikel trug die Überschrift "Das planmäßige Nicht-Erteilen von Unterricht". In der folgenden Zeit schränkte sich die öffentliche Diskussion darauf ein, dass wir an unserer Schule ein spezifisches Problem hätten.
Dies sollte sich nicht wiederholen. Daher suchten wir die Solidarität der Gymnasien aus dem Umkreis, insbesondere da wir wussten, dass die Zahlen ja landesweit zurück gegangen waren. Somit mussten eigentlich alle ähnliche Probleme mit zu kurzen Personaldecken haben.
Bei unserem ersten Treffen am 26.11.2006 stellten wir nach kurzer Diskussion fest, dass wirklich alle betroffen waren. Die Probleme äusserten sich nur unterschiedlich. Bei den einen mussten Arbeitsgemeinschaften gekürzt werden, andere konnten nicht mehr fördern, dritte mussten Klassen zusammen legen und Schülerzahlen von 30 Schüler/Klasse und mehr akzeptieren und so weiter.
Damit begann also eine wunderbare Freundschaft zwischen den Vertretern der Gymnasien ...

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